Geschichte des Kunstguss
Kunstgiesserei St.Gallen

Das Giessen hat eine sechstausendjährige Geschichte. Sie reicht bis in die Kupferzeit (Neolithikum) zurück, in der grundlegende Techniken der Gewinnung und Verarbeitung von Metall entwickelt wurden.

 

In Mitteleuropa begann die Kupferzeit um 4300 v.Chr. und dauerte bis ca. 2200 v.Chr.; sie markiert den Übergang zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit. Mit dem Anlegen von Siedlungen und mit Beginn der Haustierhaltung und des Pflanzenbaus entstand Bedarf an häuslichem Gerät, Werkzeugen, Schmuck und religiösen Artefakten. Gleichzeitig wuchs die Gelegenheit zum Experimentieren mit regionalen Bodenschätzen. Auf frühen Handelswegen wurden Rohstoffe und Waren, aber auch technische Kenntnisse verbreitet. Schon um 4000 v.Chr. beweisen Ohrringe, Haarspangen und Nadeln vielerorts eine fortgeschrittene Kenntnis der Kupferverarbeitung.

 

Gemeinhin wird angenommen, dass sich der Bronzeguss seit 2500 v.Chr. von Mesopotamien aus auf Kreta, in Ägypten und Kaukasien verbreitete. Auf der Iberischen Halbinsel entstand eine Kupfer-Industrie, und es begann der Export von zypriotischem Kupfer. Bereits zur Zeitenwende erreichte die Technik des Metallgusses weitgehend ihren heutigen Stand.

 

Im 19. Jahrhundert wurde die Technik des Giessens durch Mechanisierung und Industrialisierung grundlegend verbessert. Mit modernsten Werkstoffen und hochtechnisierten Verfahren werden heute Präzisionsgüsse in allen Bereichen des Formenbaus gefertigt.

 

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