• Stereolithografie
  • Kunstgiesserei St.Gallen

In der Stereolithografie entstehen besonders präzise und feine Oberflächen; die Resultate sind deshalb als Modell für den Kunstguss oder bereits als Endprodukt verwendbar. Das UV-unbeständige Material verfärbt sich allerdings nach kurzer Zeit gelblich-braun, weshalb eine Farbschicht aufgebracht werden muss.

 

Die aus dem 3D-Scan gewonnenen Daten verwandelt eine spezielle Software in Scheiben von 0.05 bis 0.25 Millimetern. Mit einem Laserstrahl werden diese Schichten auf der Oberfläche eines flüssigen Kunststoffs (zum Beispiel Epoxidharz) nachgezeichnet – an den betreffenden Stellen härtet das Material aus (Polymerisation). Dann wird das Objekt im Kunststoff-Bad um eine Schichtdicke abgesenkt und der nächste Objektschnitt mit dem Laser gehärtet. Das dreidimensionale CAD-Modell* materialisiert sich somit nach und nach von der Oberfläche in die Tiefe. Anschliessend wird das Objekt gereinigt und in UV-Licht nachgehärtet. Mitgebaute Stützen, die nötig sind, um auskragende Formteile zu stabilisieren, müssen entfernt werden.

In der Industrie kommt das Verfahren vorwiegend zur Anwendung, wenn Modelle schnell und kostengünstig mit dem CAD verglichen werden sollen. Es eignet sich auch für das Rapid Tooling, das heisst für Endprodukte in Kleinserien-Umfang.

Die Kunstgiesserei arbeitet in der Stereolithografie regelmässig mit regionalen und überregionalen Partnern zusammen.

 

*CAD = Computer Aided Design: Hier werden Konstruktionsunterlagen wie zum Beispiel 3D-Modelle mithilfe von Software erstellt.

 

Robotmech

 

Bild 1–5: Urs Fischer «Thank You Fuck You»