Beim 3D-Printing werden Zellulose-Pulver, Gips oder Photopolymer-K
kunststoffe durch lokales Einspritzen eines Bindemittels verfestigt. Die vom Binder vernetzten Pulverteilchen bilden die Basis des Modells. Dieses wird abgesenkt; die Schicht wird erneut mit dem Pulver überzogen und wiederum schichtweise mit dem Binder benetzt. Ähnlich wie beim Inkjet-Printing können zusätzlich zum Binder auch Farben eingesprüht werden.
3D-Printing kann bereits in kleinen bürotauglichen Maschinen zum Einsatz kommen und ist vergleichsweise kostengünstig. In grösseren Anlagen kann man elastische Materialien verwenden, sodass auch hier sehr genaue und belastbare Modelle oder Kleinserien erzeugt werden können. Der Detaillierungsgrad variiert je nach Schichtaufbauverfahren. Für Urs Fischers «Untitled (Lamp/Bear)» wurde ein kleines Modell im 3D-Pulverdruckverfahren mit einem niedrigen Detaillierungsgrad hergestellt, für David Zink-Yis «Oktopus» hingegen wurde mit einer Auflösung von 16 tausendstel Millimetern das Objet-Druckverfahren angewendet. Die Oberfläche des Tintenfisches wird mit höchster Präzision und ohne sichtbare Spuren des Druckverfahrens wiedergegeben.
Die Kunstgiesserei arbeitet im 3D-Printing regelmässig mit regionalen und überregionalen Partnern zusammen.
Bild 1–2: Urs Fischer «Untitled (Lamp/Bear)»
Bild 3–6: David Zink-Yi «Oktopus»