Werke

Die Sprache spielt Zeit oder Fabelhaft war der Apfelsaft, 2014

Apfelhaufen aus Aluminium / 3 halbe, 2 drei Viertel und 2 Viertel Apfelberge sowie 300 Einzeläpfel, teilweise gruppiert

Mit «Die Sprache spielt Zeit oder Fabelhaft war der Apfelsaft» gewann Yves Netzhammer den Kunstwettbewerb zur Gestaltung des Areals der ehemaligen Obstverwertungsgesellschaft Affoltern (OVA). Die Arbeit visualisiert die riesigen Mengen von Äpfeln, die in der Mosterei verarbeitet wurden. Der in Affoltern geborene Künstler zeichnet mit unterschiedlich grossen Apfelbergen die ursprünglichen OVA-Bauten nach, indem er sie mit Flächen anschneidet, die Abdrücke einstiger Werkgebäudefassaden nachempfinden. Einzelne Äpfel und kleine Apfelgrüppchen sind bis hinein ins Dorf verteilt.

Die Fassadenflächen wurden nach Zeichnungen Yves Netzhammers digital nachgebaut. Auf der Basis der Daten wurden Holzmodelle gefräst, die als Gussmodelle dienten. Die kegelförmige Grundgestalt der Berge wurde in Styropor gefertigt. Dieses diente als Träger für die Wachsapfelschicht, auf die wiederum echte Äpfel für den Direktausbrand befestigt wurden. Der auf diese Weise bestückte Styroporberg wurde in Segmente unterteilt und in Schamottmasse eingegossen. Im Ofen wurden die organischen Materialien ausgeschmolzen, und der Hohlraum für die spätere Aluminiumskulptur entstand. Das Aluminium wurde direkt in die Schamottform gegossen. Anschliessend wurden die einzelnen Segmente mit den Kegelschnittflächen (Fassadenelementen) zusammengesetzt.