• Poincaré, 2002/2008

Geboren 1949 in Niedergösgen (CH), lebt in Ennetbaden

 

Rolf Winnewisser zählt zu den Wegbereitern der Schweizer Postmoderne. Er verknüpft Elemente aus Grafik und Illustration, Sprache, Objektkunst und Installation, Malerei und Film und lotet darin seit den 70er und 80er Jahren die Spannbreite bildlicher Codes aus.

 

 

Poincaré, 2002/2008, Gips, 18 x 12 x 35 cm

 

Der französische Mathematiker Poincaré hatte 1904 eine Vermutung zu Eigenschaften des Raumes angestellt – eine mathematische Jahrhundertfrage, die erst 2004 formal bewiesen werden konnte. Der Legende nach kam ihm die Vermutung beim Einsteigen in eine Strassenbahn.

Winnewissers Plastik «Poincaré» kann als Monument gelten für die Beiläufigkeit eines Augenblicks der Erleuchtung. Das Original von 2002 ist in Ton über einen Holzstab modelliert. Nach einem Silikon-Negativ wurde 2008 ein Gipsguss mit identischer Innenkonstruktion gefertigt und dem Ton gemäss ocker eingefärbt. Im Rahmen der grossen Retrospektive «split horizon» 2008 im Kunsthaus Aarau erschien eine Edition von «Poincaré» in einer Auflage von 10 Stück.

 

Literatur in der Kunstbibliothek Sitterwerk