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Geboren 1964, lebt und arbeitet in St. Gallen
Boye, 2003, Epoxidharz Glasfaser, Autolack, 210 cm Durchmesser, Höhe 98 cm
«Die ‹Boye› liegt im Mannenweiher, einer der Drei Weihern, St.Gallens beliebtester Naherholungsort. Fest verankert, in sich ruhend, nur vom Wind zu leisen Pirouetten getrieben, erinnert sie aus der Ferne an eine überdimensionierte Seerose, rosa und barock – und ist doch ein künstlicher Körper. Nähern sich ihr die Badenden, setzt eine Wandlung ein, gewinnt die ‹Boye› mit verlorener Distanz zunehmend anthropomorphe Formen. Schon schwingen sich die Schwimmenden auf sie. Wie auf einem schaukelnden Rettungsring sitzend und sich an sie klammernd, werden jetzt ihre Rundungen und Wölbungen spürbar, schmiegt sich ihre glatte Oberfläche an Menschenhaut. Jetzt entpuppt die ‹Boye› sich als ein Ring ineinander verschlungner Männertorsi – ineinander fliessende Gesässe in passender Umgebung: Mannenweier. So lädt die ‹Boye› ein zum haptischen wie intellektuellen Dialog zwischen Nähe und Distanz, reizt zu Betrachtung und Eroberung.» (Markus Wehrli)
