Patinieren, Das Wachsausschmelz-Verfahren

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Mit der Patina wird dem Stück das endgültige Aussehen verliehen. Je nach individueller Vorliebe kann die gewünschte Patina sehr unterschiedlich sein und den Ausdruck des Werkes erheblich verändern. Selbst wenn das Werk als Rohguss belassen wird, müssen Bearbeitungsspuren der ursprünglichen Oberfläche mit einer partiellen Patinierung angeglichen werden.

Patinieren, Das Wachsausschmelz-Verfahren

Beim Patinieren wird die Farbe des Metalls durch Oxidation und Desoxidation manipuliert. In aufwändigen Prozeduren werden unter Einwirkung von Hitze mit Metallsalzen, Laugen oder Säuren chemische Reaktionen an der Gussoberfläche ausgelöst. In der Hauptsache werden Kupfernitrat, Eisennitrat, Silbernitrat, Kaliumpolysulfit (Schwefelleber) und Wasserstoffperoxid eingesetzt.

Patinieren, Das Wachsausschmelz-Verfahren

Das Farbergebnis wird – neben der Konzentration der Chemikalien – beeinflusst von der Temperatureinwirkung, dem Auftrag und dem zu patinierenden Metall.

Patinieren, Das Wachsausschmelz-Verfahren

Durch Aufsprühen, Tauchen, Auftrag mit einem Pinsel, Schwamm oder weichem Tuch kann das Ergebnis variiert werden. Auch durch zwischenzeitliches Bürsten oder Polieren kann die Farbkraft beeinflusst werden.

Viele Erfahrungswerte in einem Suchprozess lassen eine gelungene Patina entstehen.

Patinieren, Das Wachsausschmelz-Verfahren

Zusätzlich kann die Patina mit einem konservierenden Wachsauftrag versehen werden, der die Plastik dunkler und tiefer wirken lässt. Die grünschwarze Patina des Broderbrunnens ist dem hundert Jahre alten Original nachempfunden.

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