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Geboren 1957 in Meran (I), lebt in New York
Seit den 80er Jahren beschäftigt Stingel die Spannbreite der Malerei zwischen konzeptueller Strenge und suggestiver Dekoration. Seine räumlichen Interventionen sind einfach und zugleich von physischer, oft als «barock» bezeichneter Intensität. Sie vereinnahmen den Raum ebenso wie den Betrachter und provozieren dessen eigenen Gestaltungswillen.
Relief, 2007, Gips, 12 Segmente, je ca. 109 x 98 x 17 cm
Für das Wandrelief liess Rudolf Stingel in Südtirol ein Schnitzwerk mit üppig-überladenen Rocaille-Ornamenten herstellen. Davon wurden zwölf identische Segmente im Format 100 x 110 Zentimeter zusammengefügt. Die Serie wurde zunächst in Italien in schwarzem Kunststoff gefertigt. Das Material erwies sich als problematisch, da es sich verzog und die Einzelteile dadurch nicht mehr exakt aneinanderpassten. Man entschloss sich daher zu einer Abformung in Gips.
Nach einer Überarbeitung wurde in der Kunstgiesserei das Holzoriginal in Silikon abgeformt und in Hartformgips gegossen. Um Luftblasen zu vermeiden, wurde der Gips unter Vakuum gemischt. Zur Reduzierung des Gewichts und zur Stabilisierung enthalten die Güsse einen Kern aus Aluminium-Blech; gleichwohl wiegt jedes Teilstück etwa 75 Kilogramm. Jedes Segment enthält eine Montagevorrichtung und wird einzeln an der Wand aufgehängt.
