• Kathedrale Chur

Geboren 1949 in Savognin (CH), lebt in Chur

Kathedrale Chur, 2005–2008, Bronze, 32 Stäbe à 174-279 cm Höhe

 

Im Rahmen einer dreietappigen Renovationsarbeit an der Kathedrale in Chur hat der Bündner Architekt und Bildhauer Gioni Signorell mehrere neue Elemente entworfen. Nebst Ambo, Kerzenständer, Taufsteinschale ist die Abtrennung zur Krypta, die neu aus rohen, filigranen Bronzestehlen besteht, die grösste Intervention. Die Stäbe wurden nach einem 70 Zentimeter grossen Modell modelliert und gegossen. Die freistehenden Bronzestäbe sind im Kalkmörtelboden in Köcher eingelassen und berühren das historische Deckengewölbe nicht. Die zwei Türflügel lassen sich um 180 Grad aufklappen, sodass sich die gekrümmten Stäbe zu einem subtilen Netz überlappen. Dem Architekten war es ein grosses Anliegen, nur dort Massnahmen zu ergreifen, wo die alte Bausubstanz nicht angerührt wird. 


Literatur in der Kunstbibliothek Sitterwerk