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Restaurierung: Broderbrunnen, 1896/2000
Zur Einweihung der Trinkwasserversorgung wurde in der St.Galler Altstadt Ende des 19. Jahrhunderts ein Monumentalbrunnen errichtet. Der Toggenburger Bildhauer August Bösch modellierte den Broderbrunnen in Ton. Alle Gipsfiguren waren mit einer dünnen Schicht galvanisch überkupfert (siehe Galvanotechnik). Dieses Verfahren galt seinerzeit als moderne Alternative zum teureren und aufwändigen Bronzeguss, doch erwies sich bald, dass die dünne Metallhaut nicht ausreichend gegen Witterung und andere Einflüsse schützte.
Um die stark beschädigten und erodierten Figuren zu retten, mussten sie restauriert und in den Innenraum gebracht werden (siehe Expertise). Nach eingehender Prüfung verschiedenster Restaurierungskonzepte entschloss sich die Stadt St.Gallen 1997, das gesamte Figuren-Ensemble in Bronze giessen zu lassen. Nach dreijähriger Arbeit wurde am 20. April 2000 der neue Broderbrunnen feierlich eingeweiht. Die gereinigten und wachskonservierten Originalfiguren wurden am 18. September 2000 dem Historischen Museum St.Gallen übergeben.
Genaueres lesen sie im Exposé. Das Wachsausschmelz-Verfahren erklären wir am Beispiel des Broderbrunnens.
