Zusammen mit der Sheng Tian Art Foundry, unserer Partnergiesserei in Shanghai, werden grossformatige Skulpturen im Sandgussverfahren angefertigt, zum Beispiel Untitled (Lamp/Bear), die Clays-Serie oder Untitled (Doors) von Urs Fischer.
Der Unterschied zum Wachsausschmelz-Verfahren besteht hauptsächlich darin, dass direkt ab Modell ein feuerfestes Guss-Negativ gemacht wird. Hierbei wird ein Modell des Künstlers direkt in Formkästen, die mit Furansand gefüllt werden, abgeformt. Dadurch lässt dieses Verfahren nicht ganz so komplexe Oberflächen mit Hinterschneidungen zu wie im Wachsausschmelz-Verfahren. Der Vorteil des Verfahrens liegt in der besseren Masshaltigkeit der Formgeometrien. Je nach Form und Grösse des Gussstücks verwendet man zwei- oder mehrteilige Formkästen oder das kostenlose Kernformverfahren. Die Form wird mit flüssigem Metall gefüllt, über ein System von Zuleitungen, die in den Sand geschnitten werden. Das Anbringen des Gusskanals nennt man «Anschneiden». Um eine feine Oberfläche zu erzeugen, wird auf den Sand eine feine feuerfeste Schlämme (Schlichte) aufgepinselt oder aufgespritzt.